Los Angeles

Selbst nach unserem Besuch in Mexiko Stadt kommt uns Los Angeles riesig vor. Vom Flughafen fahren wir über eine Stunde den Freeway entlang (welcher nie weniger als fünfspurig ist und selbst heute am Samstag voll ist) bis wir Irvine erreichen. Hier, in Orange County, südlich von LA leben Sarah und Maxime seit letztem Jahr, die wir die nächsten Tage besuchen. Nebenbei lernen wir die Küste zwischen Newport Beach, Crystal Cove und Dana Point kennen und nutzen die Tage für Bewerbungen und erste Jobinterviews.

Am 1. September fahren wir mit unserem Mietwagen die Küste Richtung Norden durch Huntington Beach, Long Beach, Rancho Palos Verdes, Hermosa Beach, Manhatten Beach, Venice Beach, Santa Monica bis nach Malibu und besuchen mehrere der Orte unterwegs. Nach einer Übernachtung in einem Motel abseits von der Küste besuchen wir die Paramount Ranch, ein kleines Dorf für Wildwestfilme, fahren an den schicken Villen von Beverly Hills entlang und laufen den Hollywood Boulevard hinab.

Nachmittags sind wir in Altadena, vor Dan’s Haustür. Das Wochenende verbringen wir mit ihm und seiner netten Familie (Claire, Mac und Luc). Wir machen zwei kleine Wanderungen in den Bergen hinterm Haus und im Griffith Park bei Hollywood, essen in leckeren Restaurants und sind sehr erfreut endlich Dan’s Familie kennenzulernen. Claires Eltern beherbergen uns.

Eine deutsche Greencard bitte!

Am 4. September geht es schließlich wieder zum Flughafen, wo die ärgerlichste Situation der ganzen Reise auf uns wartet. Der Mann von Spirit Airlines will uns in den Flug in die Dominikanische Republik nicht einchecken, weil wir angegeben haben, dass Elodie Französin ist und in Deutschland wohnt. Da müssten wir ihm ein deutsche Aufenthaltsgenehmigung für Elodie zeigen, so etwas wie „eine Greencard in den USA“, damit er sich sicher sein kann, dass Elodie anschließend das Recht hat aus der Dominikanischen Republik nach Deutschland einzureisen.

Was wir erst als schlechten Witz interpretieren, entpuppt sich kurze Zeit später als so frustrierend, dass es uns schwer fällt auf der Seite des Schalters ohne Gepäckband zu bleiben. Unserem völlig unqualifizierten Schlaumeier gegenüber ist der Begriff Europäische Union bislang scheinbar nur als Fremdwort über den Weg gelaufen und es ist unmöglich mit seinem Vorgesetzten zu sprechen. Es kommt sogar soweit, dass er uns fragt warum Elodie keinen Deutschen Reisepass hätte so wie ich und er uns allen Ernstes anbietet uns das Geld zurück zu erstatten, da er uns nicht einchecken lassen kann.

Nach einer Stunde harter Diskussion und als wir uns bereits am Rande der Verzweiflung befinden und kaum noch daran glauben heute Abend an diesem Idioten vorbei zu kommen, gibt er endlich nach. Er hätte beim X-ten Telefonat die Neuigkeit bekommen, dass er uns einchecken lassen könnte. Wir fassen uns nur noch an den Kopf und schaffen es gerade noch so rechtzeitig zum Gate.

 

Top