Estelí und der Cañon de Somoto

Estelí

Estelí hat weder die Schönheit von Granada, noch das Flair von León. Dafür ist es hier angenehm kühl in den Bergen. Die Stadt ist schön ruhig und wir finden wieder eine entspannte Unterkunft um weiter am Blog zu tüfteln. Leider hat die Tabakernte bereits stattgefunden, so dass sich eine Besichtigung der Plantagen nicht wirklich lohnen würde. Stattdessen erkunden wir die vielen Wandmalereien in der Stadt, bevor wir am 29. Juni weiter nach Somoto fahren.

Hinweis: Die Fortführung des Artikels gibt es wieder unter der Fotogallerie.

Cañon de Somoto

Somoto ist eine Kleinstadt in der Nähe der Grenze zu Honduras. Im Hotel Colonial finden wir ein unglaublich günstiges Zimmer, das in Ordnung ist, in dem wir jedoch auch feststellen müssen, dass es in Nicaragua nicht immer fließendes Wasser gibt. Touristisch „bekannt“ geworden ist Somoto vor wenigen Jahren durch seinen Canyon. Und dennoch haben wir das Gefühl, dass außer uns noch nicht viele ausländische Touristen hierher kommen.

Das unheimlich nette Personal im Hotel organisiert einen genauso sympathischen Guide für uns, der uns durch die Schlucht führt, die uns etwas an Landschaften in Südfrankreich wie an der Ardeche erinnert. Auf der Tour geht es zu Fuss, schwimmend und per Boot durch den Canyon, ein bisschen wie bei der zweiten Station unserer Reise in der Chapada Diamantina, nur deutlich entspannter.

Unser Guide zeigt mir verschiedene Stellen von denen man ins Wasser springen kann. Zum Glück habe ich etwas Klettererfahrung, um an manchen Stellen sicher bis zur Absprungstelle zu kommen. Der Sprung von der höchsten Stelle (angeblich 20m) kostet mich zusätzlich aber auch ziemlich viel Überwindung.

Adios Nicaragua

Am 1. Juli fahren wir mit dem Bus zur nahe gelegenen honduranischen Grenze und verabschieden wir uns nach guten drei Wochen von Nicaragua. Das Land war aus touristischer Sicht wieder eine großartige Entdeckung für uns. Selten haben wir so viele Sehenswürdigkeiten auf so engem Raum gesehen, mit verhältnismäßig wenig anderen Touristen.

Dadurch, dass der Tourismus noch in seinen Ursprüngen ist, kamen uns die Leute sehr interessiert und die Lebenshaltungspreise sehr niedrig vor.

Leider bedeutet das aber auch, dass viele Nicas Jahrzehnte nach der linken Revolution mit deren Chef (Daniel Ortega) als aktuellem Präsidenten weiterhin in bitterer Armut leben und das Land zu den Ärmsten auf dem amerikanischen Kontinent gehört. Umso erstaunter waren wir, wie sauber es im Land ist, wo uns der Müll bisher in den ärmsten Ländern doch häufig mit am meisten schockiert hat.

Abzuwarten bleibt, wie sich die Pläne des Baus eines sehr umstrittenen Nicaragua Kanals entwickeln und die diesjährigen Präsidentschaftswahlen ausgehen werden.

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  2 comments for “Estelí und der Cañon de Somoto

  1. Britta
    29. Juli 2016 at 15:42

    Elodie, bist Du auch aus 20 m Höhe ins Wasser gesprungen?

    • Elodie & Tobi
      31. Juli 2016 at 5:25

      Nein ich nicht!! Aber ich habe gefilmt 🙂

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