Tafí del Valle und die Ruinen von Quilmes

Nach tausenden von Kilometern in Südamerikanischen Reisebussen und mehr als vier Monaten unterwegs, geht auf der Fahrt von San Juan nach Tucumán gegen 8 Uhr morgens das erste mal einer unserer (Reise-)Busse kaputt. Wir sind nicht unbedingt überrascht, sondern eher beeindruckt, dass uns das noch nicht früher passiert ist. Etwas ironisch ist es dann aber schon, dass wir am Abend vorher zum ersten mal den Mann am Schalter gefragt haben, ob die Firma schnell Ersatzbusse bereitstellt, falls der Bus technische Probleme hat. Während der Verkäufer über die Frage nur lachen konnte, da hier anscheinend nie Busse kaputt gehen, schaffen es Fahrer und Beifahrer nach einer halben Stunde aber tatsächlich den Motor wieder zum laufen zu bringen, allerdings nur noch im zweiten Gang. So führen wir unsere Fahrt Richtung Tucumán mit 30 km/h fort.

Auf der groben Karte auf unserem Handy erkennen wir, dass wir nur noch 10 km von der Kreuzung entfernt sind, an der es nach Tafi del Valle in die Berge ab geht, wo wir heute noch hin wollen. Also beschließen wir 50 km vor Tucumán auszusteigen und an der Abzweigung auf einen Bus nach Tafi zu warten. Auch wenn die ersten Busse voll sind, befinden wir uns wenig später in einem Bus in die Berge und haben sicher zwei Stunden Busfahrt gespart. Bereits am späten Vormittag kommen wir in Tafi del Valle an.

Für einen Besuch von Tafi del Valle haben wir uns jedoch den falschen Tag ausgesucht. Es ist Freitag und am Wochenende kommen viele der Tucumenos hierher. Der kleine Ort ist überfüllt und es ist laut. Besonders die Jugendlichen sorgen mit ihren Motorrädern und Quads für viel Lärm. So macht Tafi am Wochenende keinen sehr willkommenden Eindruck auf uns. Zumindest finden wir im „Nuestro Destino“ eine Unterkunft, die von zwei unheimlich netten, hilfsbereiten Damen geführt wird.

Quilmes

Am nächsten Morgen müssen wir uns ziemlich hartnäckig einen Platz im ausgebuchten Bus Richtung Cafayate erkämpfen, obwohl wir für diesen bereits am Abend zuvor eine Fahrkarte besorgt haben. Die Busfirma Aconquija scheint systematisch mehr Tickets zu verkaufen, als sie Plätze hat und ist auf keinen Fall zu empfehlen. Leider betreibt sie auf den Strecken von und nach Tafi del Valle jedoch ein Monopol.

An der Abzweigung zu den Ruinen von Quilmes steigen wir aus dem Bus und lassen unsere Rucksäcke in einem kleinen Kiosk. Bis zu den Ruinen sind es 3 km und nach dem ersten Kilometer nimmt uns sogar ein Pickup mit.

Die Ruinen lassen wir uns von einem lokalen Guide, der Nachfahre der Quilmes ist, erklären. Die Siedlung, ihre Ureinwohner und deren Geschichte beeindrucken uns sehr. Nachdem die Inka kamen um ihr Reich bis hier her auszubreiten, trieben die spanischen Eroberer die Quilmes zur Arbeit bis in einen Vorort von Buenos Aires, der heute den gleichen Namen trägt. Lediglich ein Bruchteil überlebte diesen Marsch. Einige wenige Einwohner konnten sich jedoch in den Bergen von Quilmes verstecken. Von ihnen stammen heute noch Nachfahren wie unser Führer ab.

Am Nachmittag finden wir schließlich wieder eine Mitfahrgelegenheit zurück zur Hauptstraße und von dort ein Taxi, dass uns günstiger als der Bus nach Cafayate mit nimmt.

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  3 comments for “Tafí del Valle und die Ruinen von Quilmes

  1. Maman
    12. Februar 2016 at 11:20

    vous n’aviez pas peur que le lama vous crache dessus?

  2. Daniel
    12. Februar 2016 at 16:50

    J’arrive à peu près à me retrouver à votre arrivée à Tafi. Ma carte n’indique que Tafi Viejo mais pas Tafi del Valle. Par contre, vous me dites avoir ignoré la ville de Tucuman pour continuer sur les ruines de Quilmes. je vois : „Sa del Quilmes avec les bourgades de Sa José et Sta Maria“. On est à peu près au bon endroit.
    Cela pour vous dire que je vous suis passionnément

  3. James
    22. Februar 2016 at 0:05

    J’ai eu la même réflection , pourquoi n’as t-il pas craché ? Beau le cactus et ton bronzage . Une petite pensée pour les quilmes.

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