Salta und die Quebrada de Las Conchas

Quebrada de las Conchas

Die Hauptstraße von Cafayate nach Salta führt durch die Quebrada de las Conchas, eine unwirkliche Landschaft aus bunten Felsformationen. Da sich die Quebrada auf vielen Kilometern erstreckt und die organisierten Halbtagestouren hierhin relativ günstig sind (200 Pesos), ist dies sicher die einfachste Art diese beeindruckende Landschaft zu entdecken.

So starten wir nach unserer Fahrradtour durch die Weinberge gegen 15 Uhr mit einer argentinischen Reisegruppe unsere Tour in die Quebrada. Für uns ist es etwas ungewohnt die Natur in einer Gruppe von 20 Personen zu erkunden, aber der Reiseleiter ist nett und die Landschaft packt uns. Alle paar Kilometer gibt es neue Felsformationen in unterschiedlichsten Farben, die Namen tragen wie „Las Ventanas“ oder „Los Castillos“, bis wir am Abend schließlich am Amphiteatro und der Garganta del Diablo ankommen, zwei große Spalten in der Felswand. Erstere hat eine bestechende Akustik, so dass hier regelmäßig Musiker spielen und Konzerte stattfinden. Der heute anwesende Musiker gibt uns sogar eine Kostprobe auf Elodies Ukulele. Unglaublich!

Die Garganta del Diablo eignet sich besser zum „klettern“. Bis zum Ende der Felsspalte gelangt man ohne Sicherung relativ risikofrei. Hier verabschieden wir uns anschließend von unserer Gruppe und warten auf den Bus Richtung Salta, der uns gegen 20:30 Uhr an der Hauptstraße mit nimmt.

Salta

Bei unserer Ankunft in Salta gegen 23 Uhr regnet es und es ist deutlich kühler, als die letzten Tage. Das Angebot eines Mannes einer Unterkunft, die uns die Taxifahrt bezahlt kommt uns sehr gelegen. Auch wenn die Unterkunft eine sterile „Hostelfabrik“ ist, schlafen wir gut. Am nächsten Morgen laufen wir einen halben Block weiter und finden im „Nuevo Puesto“ ein sehr nettes Hostel, in dem wir uns wohl fühlen. Einziger Nachteil ist die ohrenbetäubende Straße vor unserem Zimmer.

Salta empfinden wir als eine sehr angenehme Großstadt. Man merkt die Nähe zu den Anden und Bolivien. Es gibt zwei lebhafte Fußgängerzonen die zur schönen, zentralen Plaza de 9 de Julio führen. Hier befindet sich unter anderem das sehr interessante Museo de Arqueología de Alta Montaña (MAAM), welches im Wechsel drei Kindermumien ausstellt, die die Inka auf umliegenden Gipfeln ihren Göttern geopfert haben. Was sich zunächst sehr barbarisch anhört und sicher auch war, wird in dem Museum so gut erklärt, das man fast Verständnis für dieses Ritual der Inka aufbringt.

Tagsüber ist der Cerro San Bernardo ein angenehmes und äußerst beliebtes Ziel. Der Berg bietet ein Stück Natur direkt neben dem Stadtzentrum. Während die sportlichen Salteños in ihrer Siesta scheinbar regelmäßig den Gipfel erklimmen, statt sich aufs Ohr zu legen ist bei den Touristen besonders die Option beliebt, mit der Seilbahn hoch zu fahren und den Weg unzähliger Stufen hinab zu laufen.

Abends ist das Viertel südlich des Bahnhofs, um die Calle Balcarce auf jeden Fall einen Besuch wert. Hier reiht sich ein Peña-Lokal an das nächste. In den Peñas wird Folklore Musik gespielt und in traditionellen Kostümen dazu getanzt.

Leider fallen uns in Salta auch zum ersten Mal auf unserer Reise Bettler auf. Zwar haben wir auf unsere Reise schon viele arme Menschen gesehen, die irgendwie versuchen über die Runden zu kommen, aber bislang haben sie immer versucht etwas zu verkaufen oder einen Service anzubieten wie man es wohl in ganz Lateinamerika beobachten kann. Hier werden wir (fast) zum ersten Mal nach Geld gefragt.

Am 28. Januar nehmen wir um 9:30 Uhr einen Bus weiter Richtung Norden in die Quebrada de Humahuaca. Am Busbahnhof treffen wir Rémi wieder, einen Kanadier aus Quebec, mit dem wir in Cafayate schon einen Abend verbracht haben.

  3 comments for “Salta und die Quebrada de Las Conchas

  1. Moni
    17. Februar 2016 at 9:01

    Beeindruckende Farben der Landschaft! Das Musik-Video aus dem Amphitheater ist wunderbar. Freue mich schon auf die Lamas in Ecuador♡:-)

  2. Maman
    17. Februar 2016 at 11:40

    tu aurais du jouer du ukulele avec lui dans „l’amphithéâtre“…

  3. Zouzou
    17. Februar 2016 at 14:16

    Je viens de rattraper tout mon retard de lecture: 2h30 de découvertes passionnantes !
    Quel superbe voyage ! Quel partage réussi !
    Je me régale de tes récits bien détaillés, j’admire toutes vos jolies photos et je visionne vos petites vidéos avec délice. J’aime particulièrement les vidéos „musicales“….
    Je vous embrasse bien fort <3

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